Gott,
du
hast uns
im
heiligen Wolfgang
einen
Mann des Geistes
und
der Tat geschenkt
und
ihn berufen,
als
Mönch und Bischof
auf
vielfache Weise
deinem
Volk zu dienen.
Gib
auch der Kirche unserer Zeit
die
Weite seines Geistes
und
die Kraft seiner Liebe.
Darum
bitten wir
durch
Jesus Christus. |
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DER HEILIGE WOLFGANG
Einer
der bekanntesten Bischöfe von Regensburg war der hl. Wolfgang.
Er
stammte aus einer kleinen Stadt in Schwaben und lebte vor mehr als 1000
Jahren. Um ihm eine gute Erziehung zu ermöglichen, brachten
sie ihn
deshalb zu den Mönchen auf die berühmte Klosterinsel
Reichenau im
Bodensee. Hier lernte er die Benediktiner kennen und er fühlte
sich
schon sehr bald zu ihnen hingezogen.
Auf Drängen seines
Schulfreundes Heinrich, der aus einer hohen Adelsfamilie stammte, ging
er mit ihm nach Würzburg an die dortige Domschule. Es wird
erzählt, daß
Wolfgang mehrfach Dinge erklärt hatte, die nicht einmal der
berühmteste
Lehrer dieser Schule, deuten konnte. Eines Tages erhielt er deswegen
von diesem Lehrer einen Verweis und durfte die Schule nicht
länger
besuchen.
Bald wurde Heinrich Erzbischof von Trier; er
überredete Wolfgang mit nach Trier zu kommen. Dort wurde er
zum Leiter
der Domschule ernannt. Wenig später wurde er auch noch Dekan
aller
Priester des Bistums Trier. Heinrich hätte Wolfgang noch viele
andere
Ämter gegeben. Doch lehnte er alle Angebote ab, denn er
verachtete
weltliche Güter und Ämter.
Nach dem frühen Tod seines Freundes
ging Wolfgang aus Trier weg. Er ging auf Drängen des
Kölner Erzbischofs
Bruno zunächst an die kaiserliche Kanzlei nach Köln.
Doch schon nach
einem Jahr hielt es Wolfgang dort nicht mehr aus und es zog ihn nach
Maria Einsiedeln in die Schweiz. Dort trat er dem Orden der
Benediktiner bei.
In Einsiedeln überredete ihn Abt Gregor das
Amt des Leiters der Klosterschule zu übernehmen. Als eines
Tages wieder
einmal der hl. Ulrich, der Bischof von Augsburg, das Kloster besuchte,
weihte er Wolfgang zum Priester, obwohl sich dieser in seiner Demut
zunächst dagegen gesträubt hatte.
Durch Ulrich hörte Wolfgang
von den Ungarn. Sofort faßte er den Entschluß, nach
Ungarn zu gehen und
dort die Heiden zu missionieren. Leider mußte er sehr bald
einsehen,
daß seine Mission zum Scheitern verurteilt war, da er die
Sprache nicht
beherrschte. Nach diesem Fehlschlag wurde Bischof Pilgrim von Passau
auf ihn aufmerksam. Er schlug ihn beim Kaiser zum Nachfolger des
verstorbenen Bischofs von Regensburg vor.
Bescheiden wehrte
Wolfgang zunächst ab, aber in christlicher Demut nahm er das
Amt dann
doch an. Mit Eifer reformierte er das Bistum. Er trennte die
Missionsgebiete in Böhmen vom Bistum Regensburg ab, denn er
hatte
erkannt, daß Prag nur dann aufblühen konnte, wenn es
selbständig wurde.
Auch hielt er es nicht für gut, daß er als Bischof
von Regensburg
gleichzeitig Abt des Klosters St. Emmeram war. So trennte er die beiden
Ämter und ernannte den klugen Mönch Ramwold aus Trier
zum Abt von St.
Emmeram.
Während eines Aufstandes des Bayernherzogs Heinrich II.
ging Wolfgang nach Österreich an den Abersee. Dort lebte er
eine Weile
als Einsiedler und baute eine kleine Kirche. Die Legende sagt, er hat
diese Kapelle mit Hilfe des Teufels erbaut, den er zur Mithilfe
gezwungen hat.
Als er 994 erneut zu den bischöflichen Gütern nach
Österreich reisen wollte, starb er in Pupping in
Oberösterreich. Schon
bald geschahen viele Wunder am Grab des Heiligen. Auch in der kleinen
Ortschaft am Abersee erzählte man von wundersamen Heilungen.
Man begann
ihn als Heiligen zu verehren. 1052 wurde Wolfgang in Anwesenheit des
deutschen Kaisers von Papst Leo IX der deshalb nach Regensburg kam,
heiliggesprochen.
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