Laurentius war Mitarbeiter der Bischofs von Rom.
Als Diakon kümmerte er sich um die Armen und Kranken und um die,
die am Rand stehen. Er lebte die Liebe zu Christus in seinem Dienst
glaubhaft vor. Gerade darin sei Laurentius auch heute leuchtendes
Vorbild für die ganze Kirche. Das Evangelium vom Weizenkorn, das
in die Erde fällt und stirbt, ermutige in dieser Zeit, sich im
Dienst an den Mitmenschen zu verzehren. Auch wenn wir heute in einer
säkularen Gesellschaft leben, würde die Welt den Dienst der
Kirche an den Menschen und das Zeugnis der Liebe immer verstehen. Im
Blick auf die Lesung des Festtages ermutigte der Prediger, sich im
Alltag von Gott anrühren zu lassen. Das Wort „Steh auf und
iss“, das an den erschöpften Propheten Elija ergangen ist,
sei auch heute die Einladung, sich Sonntag für Sonntag in der
Feier der Eucharistie vom Herrn stärken zu lassen. Wer sich an
Christus festmacht, könne zum glaubhaften und überzeugenden
Boten Gottes in der Welt werden.
Konzelebranten des Festgottesdienstes waren Stadtpfarrer Johannes
Hofmann, Primiziant Dirk Josef Rolland, Professor Ehrenfried Schulz aus
München, Stadtpfarrer Georg Birner aus Abensberg (von 1992 –
1995 Kaplan in Neustadt) und Kaplan Michael Reißer aus Landshut
(im Jahr 2000 Pastoralpraktikant in Neustadt). Am Altar assistierten
die Diakone Harald Wieder und Johannes Faltermeier (1997 Praktikant in
Neustadt).
Kammerchor und Kammerorchester St. Laurentius unter der Leitung von
Reinhold Furtmeier musizierten meisterhaft. Zur Aufführung kamen
die Nicolai-Messe und „Vollendet ist das große Werk“
aus der „Schöpfung“ von Joseph Haydn. An der Orgel
spielte Regionalkantor Willibald Kerschensteiner aus Abensberg.
Stadtpfarrer Hofmann dankte am Ende des Festgottesdienstes allen, die
in den vergangenen Jahren maßgeblich an der Renovierung der
Stadtpfarrkirche mitgewirkt hatten. Besonders dankte er allen
Wohltätern der Pfarrei und erinnerte an die kürzlich
verstorbenen „Säulen der Pfarrei“ Pfarrer Fritz
Brechenmacher und Stephanie Kumpfmüller. Sein ausdrücklicher
Dank galt auch Herrn Professor Franz Bernhard Weißhaar und
Architekt Peter Fischer, die die Maßnahme leiteten. Am Ende des
Festgottesdienstes stimmte die ganze Gemeinde dann frohgemut ob der
glücklichen und gelungenen Vollendung des Gotteshauses das
„Te deum“ an.
Zu den Gästen der Patroziniumsfeier zählten Landrat Dr.
Hubert Faltermeier, die Landtagsabgeordneten Johanna
Werner-Muggendorfer und Martin Neumeyer, der Neustädter 1.
Bürgermeister Thomas Reimer und der 1. Bürgermeister der
Nachbargemeinde Pförring, Herr Altbürgermeister Joachim Meier
und der Bischöfliche Baudirektor Paul Höschl aus Regensburg.
Nach dem Gottesdienst traf sich die feiernde Gemeinde
im Pfarrheimgarten zum Frühschoppen, zu dem Bürgermeister und
Pfarrer einluden. Das „Schöberltrio“ sorgte wie
gewohnt für die musikalische Unterhaltung. Fleißige Helfer
von Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Frauenbund sorgten sich um
die Bewirtung der Gäste.
Um 16.00 Uhr wurde der Festtag mit einer feierlichen Vesper
beschlossen. Dabei musizierten Regionalkantor Benedikt Boßle aus
Sulzbach-Rosenberg mit seiner Frau Maria.
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